Erich Maria Remarque „Im Westen nichts Neues“

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Ullstein Verlag 1986.

Erich-Maria-Remarque

Einleitung

Der Erste Weltkrieg fand in vielen literarischen Werken Widerhall und wurde auf die unterschiedlichste Weise rezipiert und beschrieben.

Erich Maria Remarque (eigentlich Erich Paul Remark, 1898 – 1970) war einer jener Autoren, die sich gegen die Brutalität des Krieges ausgesprochen haben, da sie ihn selbst erlebt hatten.

Remarque meldete sich 1916 als knapp Achtzehnjähriger freiwillig und kam dann an die Westfront. Dort wurde er durch Granatsplitter schwer verwundet. Die Zeit bis zum Kriegsende verbrachte er dann in einem Duisburger Lazarett.

Erst das Lazarett zeigt, was Krieg ist.
(Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues)

Sein Meisterwerk „Im Westen nichts Neues“, das er 1927 begann und in nur sechs Wochen niederschrieb, erschien zuerst im Jahre 1928 als Vorabdruck in der Vossischen Zeitung, die dem Ullstein-Verlag gehörte,  und hatte sofort einen außerordentlichen  Erfolg.

1929 wurde es dann als Teil einer Trilogie über die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges bis hin zur Krise der Weimarer Republik veröffentlicht. 1931 erschien  der zweite Teil mit dem Titel “Der Weg zurück” und schließlich, erst 1937,  der dritte  “Drei Kameraden”.

Im Mai 1933 wurden Remarques Bücher in der Berliner Universität von den Nationalsozialisten öffentlich verbrannt. Ihm wurde auch  die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

1939 emigrierte der Autor in die USA und wurde einige Jahre später sogar amerikanischer Staatsbürger.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte er unter anderem in Locarno, Schweiz, wo er 1970 starb.

Der Roman

Die Kriegserlebnisse zeichneten Erich Maria Remarque für immer und bildeten zusammen mit den Berichten von Kriegsheimkehrern die Grundlage für seine schriftstellerische Tätigkeit.

Sein Roman ‘Im Westen nichts Neues’, kann als das bekannteste Antikriegsbuch des 20. Jahrhunderts betrachtet werden. Darin setzt sich Remarque eingehend mit dem Ersten Weltkrieg auseinander und verfolgt dabei ein bestimmtes Ziel, das aus dem Vorwort klar hervorgeht:

„Dieses Werk soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Krieg zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam“.

Im Roman geht es um die Kriegserlebnisse des jungen Soldaten Bäumer, der sich unter dem Einfluß seines Klassenlehrers im Ersten Weltkrieg direkt von der Schulbank an die Front meldet. Er erlebt den Tod aller seiner Kameraden und den Zusammenbruch seiner jugendlichen Welt in den unvorstellbaren Grauen des Schützengrabens. Schließlich wird er kurz vor Kriegsende tödlich verwundet.

„Er fiel im Oktober 1918, an einem Tage, der so ruhig und still war, dass sich der Heeresbericht sich nur auf den Satz beschränkte, im Westen sei nichts Neues zu melden.“ (Seite 204)

Der Autor schildert eindrucksvoll die Erlebnisse und das sinnlose Sterben der einfachen Soldaten für politische Ziele.

Der Roman  Im Westen nichts Neues wurde 1930 und 1979 verfilmt.

Erich Maria Remarque, Quellen:

http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/RemarqueErichMaria/

http://www.remarque.uni-osnabrueck.de/iwnn.htm

Der Krieg: Das Gesicht des Grauens

Kein Roman hat die Greuel des Ersten Weltkrieges und das sinnlose Sterben der einfachen Soldaten so eindrucksvoll dargestellt wie ’Im Westen nichts Neues’. Der Autor geht über die persönliche Sphäre seiner  Kriegserlebnisse hinaus und  erhebt sein Werk– wie er selbst behauptete – ‘zum ersten wirklichen Denkmal des Unbekannten Soldaten’ .                    

 

Quelle 1, Seite 98.

remarque1

1) Welche Wörter spiegeln laut dem Verfasser die Grauen des Krieges wider?

2) Wie ist der körperliche und seelische Zustand der Soldaten?

3) Was gibt ihnen jedoch wieder Mut?

4) Wovor müssen sie die neu, an die Front eingezogenen Kameraden warnen?

5) Texterstellung Beschreibe nun mit eigenen Worten die körperliche Verfassung und den Gemütszustand der Soldaten an der Front!

 

Die Brutalität moderner Waffentechnik

Moderne Waffen, Maschinengewehre, schwere Artillerie machten aus dem Ersten Weltkrieg einen ganz besonderen Krieg.

Im Februar 1916 begann Großbritannien mit der Serienproduktion gepanzerter Kampffahrzeuge, sogenannte tanks, die in der Lage waren die deutschen Linien zu durchbrechen. Sie machten auf die deutsche Soldaten großen Eindruck, so dass sich die ‘tank-Furcht’ verbreitete. Diese Gemütslage kommt in Remarques Roman besonders klar zum Ausdruck:

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1) Was verkörpern für die Soldaten die Tanks?

2) Woran sterben die Soldaten?

3) Was erwartet die Soldaten in jedem Falle?

 

Der erstmalige Einsatz von chemischen Waffen

Im Ersten Weltkrieg wurde auch zum ersten Mal Giftgas eingesetzt. Als erste gebrauchten die Deutschen im Mai 1915 Chlorgas, bald kämpften aber auch die Alliierten mit chemischen Waffen.

Welche schrecklichen Folgen diese neue Waffe hatte, geht aus folgender Textstelle des Romans klar hervor.

Quelle 3, Seite 53-54.

remarque3 antigas

1) Beschreibe mit eigenen Worten, was in den ersten vier Zeilen des

dieses Textausschnittes passiert?

2) Wovor warnt der Kamerad Katczinsky den Protagonisten?

3) Wie reagiert der Protagonist angesichts dieser Nachricht?

4) Was weißt du über den Einsatz von Giftgas im Ersten Weltkrieg

und in den Kriegen unserer Zeit? Berichte bitte kurz darüber!

 

Die Zukunfssaussichten der Heimkehrer

Nach all den schockierenden Kriegserlebnissen, die der Protagonist im Roman darstellt,  kommt er am Ende zu folgendem trostlosen Schluss, der auch die Botschaft dieses Werkes darstellt:

Quelle 4,  Seite 203.

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1) Warum ist der Protagonist nicht an der Front? Wo ist er in diesem Augenblick?

2) Worauf hofft er? Von welchen Gefühlen spricht er?

3) Was wäre seiner Meinung nach passiert, wenn der Krieg bereits 1916 geendet hätte?

4) In welchem Gemütszustand und in welcher körperlicher Verfassung befinden die Soldaten hingegen jetzt?

5) Wird es den Heimkehrern gelingen ihr Leben in den Griff zu bekommen?

Questo articolo è disponibile anche in: Inglese

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