Escursione didattica a Kobarid/Caporetto

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In diesem Bericht werde ich den Schulausflug nach Karfreit schildern, welcher  der Abschluss unseres Geschichte Projektes “ La Grande Guerra„  über den hundertsten Jahrestag des ersten Weltkrieges war.

In dieser Stadt hat im Oktober 1917 die zwölfte und letzte  “Isonzoschlacht„ stattgefunden, wo das italienische Heer gegen Österreich-Ungarn kämpfte  und besiegt wurde. Die Gesamtverluste waren ca. 12000 Soldaten und erst diese Niederlage bewog die italienische Politik zu der Forderung des Londoner Vertrags.

Am 26. Mai 2014 sind einige meiner Klassenkameraden und ich um 8.00 Uhr mit dem Bus losgefahren, begleitet von Frau Backhaus. Nach rund einer Stunde Fahrt sind wir in Slowenien angekommen, wo wir einen Termin mit dem Direktor des Kobariški Muzej hatten, ein Museum das im Jahr 1990 gegründet wurde,  und seitdem dank der zahlreichen Ausstellungen  besonders bekannt wurde.

Wir wurden von einem Museumsführer freundlich empfangen und wir begannen sofort unseren Besuch, während zwei von uns mit dem Direktor ein Interview führten. In den vorigen Monaten hatten wir genügend Informationen über den Verlauf des Krieges gesammelt und wir wollten unseren Dokumentarfilm dort drehen.

Schon in der Eingangshalle konnten wir die Landkarte der europäischen Kriegsschauplätze und der politischen Grenzen erkennen. Danach fanden wir die ersten Räumen, wo Gesichter und Grabsteine von tausenden Soldaten dargestellt waren. Die Schaumodelle des Kampfgebiets, die informierenden Schilder und die Ausschnitte aus den Tagebüchern der Soldaten haben uns geholfen, eine klarere Idee der fürchterlichen Kriegsereignisse zu bekommen.

Im zweiten Stock waren die Geschehnisse der letzten Tage der Schlacht durch Fotos und Zeitungsauszüge ausführlich geschildert. Schließlich haben wir  einen zwanzigminütigen Film geschaut: Ein Soldat, dessen Leid uns besonders berührt hat, erzählte in einem Brief von seinen Gefühlen und von den Schwierigkeiten an der Front.

Sobald wir um 11.00 Uhr mit unserem Besuch fertig waren, sind wir einer wichtigen Persönlichkeit begegnet, die dabei war, dem Museum einen Besuch abzustatten: Dem slowenischen Staatspräsidenten!

Trotzt des regnerischen Wetters haben wir uns in Marsch gesetzt, und sind dem historischen Lehrpfad gefolgt, der zu zahlreichen Denkmäler in der Umgebung führte.

Gegen 12.00 Uhr haben wir das italienische Beinhaus erreicht, wo die sterblichen Überreste von 7014 im Ersten Weltkrieg gefallenen italienischen Soldaten liegen. Nach einem kurzen Aufenthalt um unsere Lunchpakete zu essen, haben wir viele Fotos und Videos gemacht und die Schilder mit den Kampfhandlungen gelesen.

Dann sind wir vorbei an einer italienischen Verteidigungslinie hinab zur Schlucht des Flusses Soça (Isonzo) gestiegen, die man auf einem Steg überquert.  Neben den Schützengräben und den Befestigungen gelang es uns, die beeindruckenden Wasserfälle des Kozjak-Baches zu sehen.

Vom höchsten Punkt der Beobachtungsstelle aus, bietet sich uns ein prächtiger Ausblick auf den Großteil des historischen Lehrpfads

Insgesamt  erstreckt sich der Pfad über 5 Kilometer: Natürlich war es nicht möglich,  ihn völlig zu belaufen; um 15.00 Uhr sind wir also über die riesige Napoleonbrücke gelaufen und zum Stadtzentrum  zurückgegangen.

Dort war der Treffpunkt mit unserem Busfahrer Ivo, der auf uns den ganzen Tag geduldig gewartet hatte und der jetzt bereit war, uns nach Hause zu begleiten.

Als wir auf dem Heimweg  in der Gegend von Cividale waren, haben wir kurz Halt gemacht und einen Kaffee bei der Oma unserer Freundin Vittoria getrunken.

Um 16.30 sind wir an der Schule angekommen: Endlich hatten wir unser Projekt mit Erfolg  vollendet und konnten zufrieden nach Hause fahren.

 

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