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La Grande Guerra in mostra – Den Großen Krieg ausstellen

Im Rahmen des Schulprojekts „La Grande Guerra: Racconti da Diversi Fronti(Der Erste Weltkrieg: Erzählungen von anderen Fronten) fand am Europagymnasium Uccellis ein Workshop für interessierte Schüler statt. Dieser beschäftigte sich mit Fragen rund um das Thema „den Ersten Weltkrieg ausstellen“.

Zwischen September und November 2014 kamen unter der Leitung der Geschichtslehrerin Isabell Bettina Kmen neun Schüler aus unterschiedlichen Klassenstufen zusammen. Bereits während den Sommerferien erarbeiteten sich die Teilnehmer mit Hilfe von ausgewählter Lektüre selbständig Grundwissen über den so genannten Großen Krieg. Während des ersten offiziellen Treffens wurden inhaltliche Fragen zum ersten Weltkrieg geklärt. In den folgenden Sitzungen beschäftigten sich die Schüler mit den Themen Erinnerungs- und Gedächtniskultur, mit den spezifischen Aufgaben von Museen & Ausstellungen nach den Richtlinien des Internationalen Museumsrats ICOM, mit Objektbeschreibungen von Ausstellungsgegenständen und der Durchführung von Interviews mit Fachpersonal.

Grundlegende Frage des Workshops war, auf welche Weise der erste Weltkrieg zum 100jährigen Jubiläum ausgestellt wird? Nach der Klärung eines theoretischen Teils im Workshop folgten praktische Erfahrungen mit der Materie.

Unser historisches Wissen wird von Historikern zusammengetragen und es werden uns Interpretationen zu der Vergangenheit angeboten. Was wissen aber Schüler konkret von der Arbeit der Geschichtswissenschaftler? Im Vorfeld der Konferenz „Den Ersten Weltkrieg unterrichten“ hatten die Workshop-Teilnehmer am 16.10.2014 die Gelegenheit die Referentin Vanda Wilcox von der John Cabot University (Rom) zu treffen. Die Expertin stand den Schüler über zwei Stunden Rede und Antwort zu ihrem Beruf als Historikerin und vor allem zu vielen spannenden Fragen rund um das Thema Erster Weltkrieg. Am folgenden Tag konnte ein Teil der Workshop-Gruppe Wilcox und andere Wissenschaftler in Aktion erleben. Viele Aspekte des Ersten Weltkrieges wurden in Vorträgen beleuchtet und an einem Runden Tisch in den schulischen Kontext gestellt. Das Besondere an dieser internationalen Konferenz war, dass auch viele Schüler aus dem Dreiländereck Italien-Österreich-Slowenien daran teilnahmen. So konnten sie einen Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse erhalten, der über das Spektrum der klassischen Schulbuchinhalte hinausging.

Der Höhepunkt des Workshops war mit Sicherheit die Exkursion nach Österreich vom 3. bis 5. November 2014. Noch am Ankunftstag konnte auf eigene Faust das Technische Museum in Wien erkundet werden. Der Erste Weltkrieg war in verschiedenen Kontexten in der Dauerausstellung präsent, z.B. bei der Entwicklung von Prothesen für Kriegsinvaliden. Darüber hinaus war dem Ersten Weltkrieg bereits im Eingangsbereich Platz gewidmet.  Diese kleine aber feine Sonderausstellung spiegelte den Erinnerungswillen an den Großen Krieg im Jubiläumsjahr wider. Der Vormittag des 4. Novembers war ganz dem Thema Ersten Weltkrieg gewidmet. Im Heeresgeschichtlichen Museum folgten die Schüler auf Deutsch einer ausführlichen und anregenden Führung, in die sie auch aktiv eingebunden wurden. Im Anschluss daran suchte sich jeder Schüler noch ein Objekt heraus, das ihn persönlich fasziniert hatte, dokumentierte dieses und stellte es den anderen vor. Der Nachmittag wurde in der Wiener Innenstadt verbracht, die auf dem Stephansdom auch von oben betrachtet werden konnte. Natürlich durfte ein Besuch im Hause Sacher mit Torte und heißer Schokolade nicht fehlen. Am nächsten Tag wurde auf der Rückfahrt nach Udine noch ein Etappenziel angefahren. Auf der Schallaburg wurde die einzigartige Ausstellung „Jubel & Elend. Leben mit dem Großen Krieg 1914-1918“ besucht. Nach einer knappen Führung wurde selbstständig Österreichs umfangreichste Ausstellung zum 1. Weltkrieg erkundet. Dabei half das didaktische Begleitmaterial zur Ausstellung, das verschiedene Aspekte des Krieges und persönliche Sichtweisen von Zeitzeugen auf den selbigen detailliert beleuchtete.

Eindrücke des gesamten Workshops können im Folgenden gewonnen werden.